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Wie alt werden Katzen?

Katzen, die bei Menschen aufwachsen werden im Durchschnitt 15 Jahre alt. Doch die Lebenserwartung hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab und kann sich auch unter den Rassen teils deutlich voneinander unterscheiden.

So liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Katzenrasse Balinese sogar bei bis zu 22 Jahren. Bei einem Freigänger liegt sie hingegen nur bei durchschnittlichen 10 Jahren.

Wodurch wird die Lebenserwartung einer Katze beeinflusst?

Katzen können im Gegensatz zu Hunden ein hohes Lebensalter erreichen. Die weltweit älteste Katze soll sogar ein Alter von 38 Jahren erreicht haben. Damit erlangte sie einen Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde. Doch das Tier, welches unter ihrem Namen Creme Puff bekannt wurde, stellt mit diesem hohen Alter eine Besonderheit dar. Die meisten Katzen erreichen es bei Weitem nicht. Dennoch können sie durchaus 15 oder 20 Jahre alt werden oder sogar noch länger leben. Die Lebenserwartung wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu zählen:

  • Die Ernährung
  • Die Rasse
  • Wie aktiv die Katze ist
  • Freigänger oder Wohnungskatze
  • Krankheiten und Übergewicht

Übergewicht ist insbesondere für Wohnungskatzen ein Risikofaktor. Diese Katzen haben grundsätzlich eine sehr hohe Lebenserwartung. Doch durch Übergewicht reduziert sich diese Erwartung drastisch. Denn damit sind zahlreiche Folgeerkrankungen wie Diabetes verbunden. Und tatsächlich scheint Übergewicht ein Problem unter Wohnungskatzen zu sein. Dementsprechend wichtig wäre es, an dieser Stelle anzusetzen und sie ausreichend zu beschäftigen und sie zum Spiel zu animieren.

Video: Wie alt werden Katzen?

Freigänger leben kürzer als reine Wohnungskatzen

Freigänger bewegen sich meist ausreichend. Allerdings sind sie vielfältigen Gefahren ausgesetzt. Durch ansteckende Krankheiten, Verletzungen durch Kämpfe mit anderen Katzen oder Verkehrsunfälle erlangen sie meist nicht das gleiche Alter wie Wohnungskatzen. Auch durch Parasiten, von denen Freigänger häufiger betroffen sind, verschlechtert sich ihr Allgemeinzustand und damit ihre Anfälligkeit für Infektionen.

Ihre Lebenserwartung liegt sogar nur bei durchschnittlich zehn Jahren und damit deutlich unter der einer Wohnungskatze. Eine noch geringere Lebenserwartung haben Straßenkatzen. Im Gegensatz zu Freigängern mit einem festen zu Hause sind sie nicht geimpft, bekommen kein regelmäßiges Futter und werden nicht gepflegt. Damit erreichen Sie oftmals nur ein Alter von etwa vier bis fünf Jahren.

Bei welchen Rassen ist die Lebenserwartung besonders hoch?

Wie alt eine Katze werden kann, hängt auch von der Rasse ab. Gewöhnliche Hauskatzen sollen eine besonders hohe Lebenserwartung haben, während sie bei Rassekatzen schon etwas niedriger angesetzt wird. Allerdings gibt es unter den Rassen bedeutende Unterschiede. So gibt es Katzenrassen, bei denen die Lebenserwartung besonders hoch ist.

Angeführt wird die Liste von den Balinesen. Bei ihnen liegt die durchschnittliche Lebenserwartung zwischen 18 bis 22 Jahren. Aber auch die weit verbreitete Europäische Kurzhaarkatze wird mit 15 bis 22 Jahren, zumindest gemäß den Durchschnittswerten, ähnlich alt. Hierzulande gibt es besonders viele Vertreter dieser Rasse, wodurch viele Katzen das Alter erlangen können. Siamkatzen sollen in etwa zwischen 15 bis 20 Jahren alt werden können und Burmakatzen erreichen ein durchschnittliches Lebensalter von 16 bis 18 Jahren.

Im Gegensatz dazu gibt es auch Katzenrassen, die meist nicht so alt werden. Dazu zählt beispielsweise die Rasse American Wirehair, die im Schnitt nur 7 bis 12 Jahre alt wird. Etwas höher ist die Lebenserwartung bei der Rasse Abessinier. Diese werden im Mittel 9 bis 15 Jahre alt.

Woran erkenne ich, ob eine Katze alt ist?

Katzen unterliegen einem anderen Alterungsprozess als Menschen. Sie altern bedeutend schneller. Insbesondere innerhalb ihrer ersten Lebensjahre ist die Geschwindigkeit rasant. Um das Lebensalter einer Katze besser einschätzen zu können, gibt es Einstufungen von Tierärzten. Demnach gilt eine Katze mit etwa 11 bis 14 Jahren als Senior und kann mit 15 Jahren als sehr alt oder betagt bezeichnet werden.

Die ersten Anzeichen für das Voranschreiten des Alterungsprozesses zeigen sich bei Katzen jedoch bereits ab etwa sieben Jahren. Zu dem Zeitpunkt lassen sich die Anzeichen jedoch nur auf zellulärer Ebene beobachten. Äußerlich ist noch nichts zu erkennen. Die Tiere wirken fit und vital. Erst ab etwa 12 Jahren zeigen viele Katzen erste Symptome, die auf eine Alterung hinweisen. Dazu zählen weniger flexible Gelenke, ein verminderter Gehör- und Geruchssinn sowie ein weniger effektives Abwehrsystem, wodurch sie anfälliger für Krankheiten werden können.

Ebenso treten häufig Zahnfleischentzündungen und Zahnverlust auf. Damit verbunden entwickeln sie nicht selten einen geringeren Appetit und neigen zu Gewichtsverlust. Der Alterungsprozess kann sich auch im Fell zeigen sowie an ihrem Verhalten. Einige sind weniger aktiv und müssen vermehrt zu Bewegung animiert werden. Dazu eignen sich Spiele mit dem Halter, beispielswiese mit der klassischen Katzenangel oder auch interessantes Beschäftigungsspielzeug aus Katzen Shops wie Spielschienen.

Bei ersten Anzeichen für Erkrankungen oder Einschränkungen sollte ein Tierarzt befragt werden. Dieser kann Krankheiten frühzeitig erkennen und mitunter dazu beitragen, dass typische Probleme von älteren Katzen nicht die Lebenserwartung herabsenken.

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