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10 Gebote der Katzenkommunikation

Die Katzenkommunikation ist komplex und kennt viele Besonderheiten. Doch anders als bei uns Menschen spielen Laute eine nur untergeordnete Rolle.

Dennoch gibt es sehr gesprächige Katzen, die viel miauen und mauzen und andere Laute von sich geben und mit dem Halter kommunizieren. Der Einfluss des Menschen zeigt an dieser Stelle Wirkung. Denn dieses Verhalten zeigen sie insbesondere gegenüber Menschen und ihren Bezugspersonen. Bei Katzen ist es, außer in den Anfängen ihres Lebens, weniger relevant. Sie nutzen andere Möglichkeiten der Katzenkommunikation. Wer sie kennt, kann die Tiere besser verstehen und auf ihre Bedürfnisse eingehen.

1. Erwachsene Katzen miauen nur bei Menschen

Kleine Kitten nutzen das klassische miauen nur für den Austausch mit ihrer Katzenmutter. Mit der Zeit verliert sich dieser Laut und ist für Artgenossen nicht mehr wichtig. Wachsten Katzen bei Menschen auf, passiert es häufig, dass sie diese Art der Kommunikation beibehalten. Diese dient dann aber ausschließlich dem Austausch zwischen Mensch und Tier. Daran zeigt sich, wie anpassungsfähig Katzen sind und wie viel ihnen daran gelegen ist, mit ihren Bezugspersonen in Kontakt zu treten. Damit äußern sie beispielsweise den Wunsch nach Aufmerksamkeit oder sie erhoffen sich Streicheleinheiten.

2. Laute unter Katzen sind vorwiegend Drohgebärden

Katzen untereinander sind jedoch keinesfalls stille Wesen. Sie nutzen das miauen zwar nicht zur Kommunikation unter ihresgleichen, jedoch gibt es für sie andere Laute. Dazu zählen insbesondere das Fauchen, das Knurren, das Schreien und das Jaulen. Diese Laute sind klare Warnsignale und Drohgebärden und in der Regel auch für uns Menschen unmissverständlich. Wer ein Fauchen oder Knurren einer Katze ignoriert, wird damit rechnen müssen, dass sie zur Abwehr auch ihre Krallen einsetzt. Das Knurren ist beispielsweise unter Katzen eine Drohgebärde, welche auf einen bevorstehenden Kampf hinweist. Schreit eine Katze, dann befindet sie sich in der Regel bereits im Kampf mit einer anderen Katze oder sie nutzt den Laut als Angriffsimpuls. Auch das Jaulen kann eine Art Drohgebärde sein. Jedoch ist es auch bei Katzen hörbar, die unter starkem Unwohlsein oder Angst leiden. Es ist somit ein Alarmsignal und sollte vom Halter nicht überhört werden.

3. Düfte und Zeichen als Kommunikationsmittel

Der Einsatz von Düften und Zeichen ist unter Katzen ein wichtiges Kommunikationsmittel. Durch das Markieren kennzeichnen sie ihr Revier und zeigen anderen Katzen damit, was ihnen gehört. Zu dieser Ausdrucksform zählen Kratzmarkierungen mit den Pfoten genauso wie Duftmarkierung durch „Köpfchen geben“ bis hin zu stark riechenden Harnmarkierungen.

4. Der Katzenbuckel

Direkt nach dem Aufstehen recken und strecken sich viele Katzen und zeigen ihre Katzenbuckel. Doch darüber hinaus ist der Katzenbuckel ein wichtiges Kommunikationsmittel, welches sie in vielen Situationen einsetzen. So zeigt sich der Katzenbuckel bei Angst, Stress oder auch beim Reviermarken sowie als Zeichen der Paarungsbereitschaft. Mitunter ist es eine Drohung, es dient der Spielaufforderung oder das Tier fordert Zuwendung vom Halter. Es kommt somit auf die Begleitumstände an, wie der Katzenbuckel interpretiert werden kann.

Video: Körpersprache bei Katzen - Signale erkennen

5. Katzen schnurren bei Wohlbefinden und zur Beruhigung

Das Schnurren ist in erster Linie ein Zeichen des Wohlbefindens einer Katze. Es ist für sie jedoch auch ein Instrument der Selbstberuhigung. Deshalb schnurren auch Katzen, die unter starkem Stress stehen oder die verletzt sind und Schmerzen haben.

6. Die Ohren bei der Kommunikation mit Katzen beachten

Die Stimmung einer Katze lässt sich sehr gut an den Ohren ablesen. Eine entspannte Katze hat normal aufgestellte Ohren. Jeder Richtungswechsel sollte bei der Kommunikation mit Katzen beachtet werden. Nach vorne ausgerichtete, gedrehte Ohren signalisieren erhöhte Aufmerksamkeit. Befinden sie sich in leicht nach außen gedrehter Form, fühlt sich die Katze nicht mehr so wohl und etwas erregt ihren Unmut. Das kann soweit führen, dass das Tier die Ohren anlegt. Das spricht für eine Abwehrhaltung oder große Angst.

7. Der Schwanz zeigt die Stimmung an

Bei einer ausgeglichenen und zufriedenen Katze hängt der Schwanz in der Regel locker nach unten. Steht dieser jedoch aufrecht, kann das auf Freude hinweisen. Ist die Schwanzspitze dabei leicht nach unten gedreht und bildet eine Art Fragezeichen, ist die Katze meist in Spiellaune. Rückartige Bewegungen weisen auf einen bestehenden Konflikt hin und das Peitschen ist ein Zeichen der starken Verärgerung.

8. Abstehendes Fell

Katzen können sogar über das Fell kommunizieren und dem Gegenüber unmissverständlich mitteilen, dass sie ängstlich sind oder sich in die Enge getrieben fühlen. Oftmals steht auch das Fell am Schwanz zu allen Seiten ab, wodurch dieser sehr buschig wirkt.

9. Die Augen können die Stimmungen einer Katze anzeigen

Auch die Augen sind ein wichtiges Kommunikationsmittel. Sind die Pupillen geweitet, kann dies auf Angst hinweisen. Schmale Pupillen sind hingegen eher ein Zeichen für Aggressivität.

10. Die Sprache der Schnurrhaare von Katzen

Die Schnurrhaare sind ein wichtiges Element der Körpersprache von Katzen. Bei einer seitlichen Ausrichtung der Schnurrhaare sind Katzen in der Regel entspannt. Diese Position weist auf eine normale und neutrale Stimmung hin. Diese Haare können sich auch breit gefächert nach vorne ausrichten. Das weist darauf hin, dass etwas im Umfeld Zorn oder Ärger hervorgerufen hat. Bei einer wütenden oder ängstlichen Katze sind sie häufig nach hinten angelegt. Somit reicht es nicht aus, nur auf ein Element der Körpersprache zu achten, sondern es kommt auf die Kombination an.

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