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Nachtaktive Katzen

Tagsüber aktiv sein, um dann in der Nacht acht Stunden oder mehr zu schlafen: Was für die meisten Menschen normal ist, hat nichts mit dem Bio-Rhythmus einer Katze zu tun. Sie haben andere Wach- und Ruhphasen, die erheblich von denen der Menschen abweichen.

In der Regel lernen Katzen, dass ihre Halter in der Nacht ihre Ruhe und ihren Schlaf benötigen. Doch das geschieht nicht immer. So manche nachtaktive Katze hält ihre Familie in den Nachtstunden wach. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Wer sie kennt, erhält die Möglichkeit, etwas dagegen zu unternehmen und die Nachtruhe wiederherzustellen.  

Katzen sind von Natur aus nachtaktiv

Viele Katzen lieben es, in der Nacht umherzustreifen. Das gilt für Freigänger genauso wie für reine Wohnungskatzen. Während einige Freigänger mit Einsetzen der Dunkelheit zu Höchstform auflaufen und draußen aktiv werden, erkunden Hauskatzen ihre Wohnung.  

Das ist ein vollkommen artgerechtes Verhalten. Dementsprechend kann und sollte an diesem Umstand nichts geändert werden. Jedoch können Katzen lernen, dass sie sich in der Nacht ruhig verhalten müssen. Von kleinen Kätzchen kann dieses Verhalten noch nicht erwartet werden. Dennoch ist es wichtig, bereits ihnen beizubringen, dass Menschen in der Nacht ihre Ruhe und ihren Schlaf benötigen.  

Warum miaut meine Katze in der Nacht?  

Einige Katzen scheinen sich jedoch ihr Verhalten nicht abgewöhnen lassen und bringen ihre Halter regelmäßig um den Schlaf. Sie kratzen an der Tür oder miauen lautstark. Die Gründe für das Verhalten können sehr vielfältig sein. Einige Katzen haben schlichtweg Langweile und nichts zu tun. Sie sind munter und suchen eine Möglichkeit, sich zu beschäftigen. Die Menschen um sie herum sind für sie die ersten Ansprechpartner. Dementsprechend scheuen sie auch nicht davor zurück, sie nachts dazu aufzufordern, beschäftigt zu werden. Abhilfe schaffen kann in diese Fällen Beschäftigungsspielzeug, wie es im Katzenversand erhältlich ist. Damit erhält das Tier die Möglichkeit, sich auch bei Dunkelheit selbst zu beschäftigen. Wichtig dabei ist zu wissen, dass auch Katzen bei vollständiger Dunkelheit nichts sehen können. Ihre Augen sind jedoch in der Lage, bei sehr geringem Licht gut zu sehen. Ist die Katze im Wohnraum nachts aktiv, kann es helfen, ihr ein kleines Licht anzulassen, beispielswiese eine Steckdosenleuchte.

Der Langeweile in der Nacht kann jedoch auch vorgebeugt werden. Wilde Spiele mit der Katzenangel oder einem Ball am Tage können helfen, dass das Tier nicht auch noch in der Nacht nach Beschäftigung verlangt.

Video: Katze ist nachtaktiv - Was tun?

Krankheit oder Hunger als Ursache für nächtliche Aktivitäten  

Das Miauen in der Nacht kann jedoch auch auf Unwohlsein oder auf eine Erkrankung hinweisen. Dafür spricht insbesondere ein verändertes Verhalten. Hat sich das Tier sonst in den Nachtstunden selbst beschäftigt und fängt neuerdings an, unruhig umherzustreunen, kann es angebracht sein, einen Tierarzt zu Rate zu ziehen. Neben Krankheiten können auch Hormonstörungen für die gesteigerte nächtliche Aktivität verantwortlich sein.  

Doch nicht immer steckt eine Krankheit hinter dem Verhalten. In manchen Fällen ist es schlichtweg der Hunger, welcher dazu führt, dass die Katze nachts laut miaut. Dann kann es hilfreich sein, wenn die Fütterungszeiten angepasst werden. Erhält die Katze kurz vor dem Schlafengehen ihr letztes Futter, reicht dass in der Regel bis zum nächsten Morgen. Andere Katzen sind daran gewöhnt, stetig Zugang zum Futternapf mit Trockenfutter zu haben. Sie bedienen sich gelegentlich daran und erhalten dadurch auch in der Nacht die Möglichkeit, dann zu essen, wenn sie Hunger verspüren. Doch das bedarf einer langfristigen Gewöhnung. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Katze sich überfrisst und am Ende des Tages kein Futter mehr zur Verfügung steht.  

Eine weitere Alternative, nächtlichem Hunger zu begegnen, ist Beschäftigungsspielzeug mit Snacks. Dazu gibt es diverse Fummelbretter, Futter-Labyrinthe oder Snackbälle. Alle haben das Ziel, die Katze zu beschäftigen. Als Belohnung gelangt das Tier über das Spielzeug irgendwann an einen kleinen Snack und wird animiert, weiterzumachen.  

Einsamkeit und Unruhe in der Nacht  

In manchen Fällen fühlt sich das Tier in der Nacht auch einsam und wird unruhig. Das tritt besonders häufig bei Einzelkatzen auf, denen kein Artgenosse zur Verfügung steht. Für sie sind die Menschen des Haushalts die einzigen Ansprechpartner. Dementsprechend werden sie auch bei unangenehmen Gefühlen wie Einsamkeit aufgesucht. In diesen Fällen kann eine Zweitkatze helfen. Ist das nicht gewünscht oder möglich, gibt es in Katzen Shops auch einige natürliche Mittel, die helfen, das Tier zu beruhigen. Dazu zählen beispielsweise Bachblüten. Diese und andere Mittel werden zum Teil als praktische Zerstäuber für die Steckdose angeboten. Dadurch verteilt sich der Duft, der zur Entspannung des Tieres beitragen soll im gesamten Raum.  

Gewohnheit als Grund für das nächtliche Klagen

Katzen können hartnäckig sein, wenn sie etwas erreichen möchten. Ihr lautstarkes Miauen sorgt dafür, dass Halter um ihren Schlaf gebracht werden und nachgeben. Sie stehen selbst in der Nacht für das Tier auf, um es zu streicheln, Futter zu geben oder um es zu beschäftigen. Doch das sollte unbedingt vermieden werden. Denn dadurch gewöhnt sich die Katze daran, dass ihre nächtliche Ruhestörung Erfolg hat. Einmal angewöhnt ist es schwer, dem Tier das Verhalten wieder abzugewöhnen. Dazu bedarf es viel Ruhe, Zeit und konsequentem Verhalten.

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