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Sicherer Freigang für Katzen

Nicht jeder Katze kann Freigang in die Umgebung ermöglicht werden. Belebte Hauptstraßen sind ein häufiger Grund dafür, weshalb sich Halter dazu entscheiden, die Katze in der Wohnung zu behalten.

Dennoch möchten sie ihrem Tier die Außenwelt nicht vorenthalten. Als Alternative entscheiden sie sich für einen sicheren Freigang. Doch wie lässt sich das umsetzen und welche Möglichkeiten gibt es?

Balkon oder Terrasse katzensicher gestalten

Der sichere Freigang bietet dem Tier die Möglichkeit, sich nicht nur in der Wohnung, sondern auch draußen aktiv zu bewegen. Sicherheitsrisiken beispielsweise durch den Verkehr oder den Umgang mit anderen Katzen fallen bei dieser Art des Freigangs weg. Dazu wird ein Teil des Außenbereichs abgesichert. Bei einigen Haltern handelt es sich dabei um den Garten, die Terrasse oder um den Balkon. Bei einem Balkon lässt es sich besonders einfach umsetzen. Dazu reicht in der Regel ein Katzennetz mit entsprechenden Befestigungsmaterialien aus. Dadurch wird der Balkon gesichert und die Katze erhält Zugang zum Balkon und kann die Gegend beobachten, die Sonne genießen oder einfach an der frischen Luft liegen.

Etwas mehr Aufwand betreiben müssen Halter in der Regel, wenn sie eine Terrasse für Katzen zugänglich machen möchten. Verfügt dieser Bereich nicht über Seitenwände, müssen mehrere Seiten gut abgesichert werden. Auch das lässt sich oftmals mittels Katzennetzen realisieren.

Video: Katzen als Freigänger | Tipps & Tricks!

Den Garten katzensicher gestalten

Es gibt für Katzen auch spezielle Katzenzäune oder Gehege für den Garten. Diese lassen sich rund um den Garten aufstellen. Um für Menschen den Zugang zum Garten bzw. dem Gehege weiterhin zu ermöglichen, werden auch spezielle Türen für die Konstruktion angeboten. Als Alternative dazu entscheiden sich viele Halter auch dafür, die Absicherung selbst anzufertigen, beispielsweise mit Zaunpfählen, handelsüblichen Katzensicherheitsnetzen wie sie im Katzenversand angeboten werden sowie Sicherungsmaterialien. Mit diesen lassen sich alle offenen Stellen abdichten. Für die optisch ansprechende Gestaltung des Gartens empfiehlt es sich, vor den angelegten Schutzbereich eine Hecke zu pflanzen.

Ist bereits ein Zaun rund um den Garten vorhanden, bietet es sich an, diesen zu nutzen. Der Zaun sollte möglichst 1,80 bis 2 Meter hoch sein. Doch auch bei dieser Höhe müssen in der Regel noch weitere Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden. Denn trotz der Höhe gelingt es vielen Katzen spielend, den Zaun dennoch zu überwinden.

Bei einigen Zaunanlagen reicht es bei entsprechender Höhe aus, lediglich den Zugang katzensicher zu gestalten und den Zaun mit einem Überkletterschutz zu versehen. Denn Katzen sind gute Kletterer und selbst ein Zaun von zwei Metern Höhe stellt für sie kein Hindernis dar. Dazu gibt es verschiedene Lösungen. Bei einigen wird ein Winkelaufsatz am oberen Teil des Zauns angebracht. An diesem wird ein Netz oder ein anderes Material gespannt.

Einer Katze beibringen, nur im Garten zu bleiben?

Wer auf den Aufwand verzichten möchte oder dazu schlichtweg keine Möglichkeit hat, kann einer Katze auch antrainieren, sich nur im Garten aufzuhalten. Nicht jede Katze ist dazu bereit und lässt diese Einschränkung zu. Es gibt die Möglichkeit, es einigen Katzen beizubringen. Dazu ist jedoch in der Regel ein längeres Training erforderlich, welches viel Zeit, Konsequenz und Geduld erfordert.

In den Anfängen kann es helfen, der Katze ein Katzengeschirr mitsamt Leine anzulegen. Das sollte jedoch nur unter Aufsicht und für das anfängliche Training eingesetzt werden. Wird die Katze draußen angeleint und alleine gelassen, stellt das eine erhebliche Gefahr für sie dar. Sie könnte sich Gefahren beispielsweise durch anderen Katzen oder Tieren nicht entziehen. Doch an der Leine ist es in den Anfängen möglich, der Katze ihr Revier zu zeigen und sie damit vertraut zu machen. Sie sollte ein gutes Gefühl für den Außenbereich entwickeln und wissen, wie weit sie gehen darf.

Gesicherter Ausgang mit Katzenleine?

Bei Hunden ist es relativ unkompliziert möglich, ihnen Freigang zu gewähren. Dazu werden sie zunächst angeleint und an entsprechenden Stellen beispielsweise in Hundeparks abgeleint. Dort erhalten sie die Möglichkeit, sich ungestört auszutoben. Mit einer Katze lässt sich das nicht umsetzen. Denn sie hat kein Interesse daran, mit einem Menschen spazieren zu gehen und würde, einmal abgeleint, vermutlich davonlaufen. Dennoch werden im Handel Katzenleine und komplette Sets mit Geschirr zur Befestigung am Körper angeboten. Diese werden in erster Linie als weitere Sicherheitselemente beim Transport einer Katze angeboten.

Beim Transport im Auto oder beim Besuch des Tierarztes ist es dadurch möglich, das Tier besser festzuhalten. Ein Ausgang mit Katzenleine wäre nicht nur nicht arggerecht, sondern stellt auch ein hohes Sicherheitsrisiko dar. Bei Gefahr, beispielsweise bei einer Begegnung mit einem Hund, könnte sich die Katze nicht entziehen und sich wie gewohnt in höheren Bereichen in Sicherheit bringen. Gelingt es der Katze dennoch, wegzulaufen, könnte ihr die Leine am Körper zum Verhängnis werden. Das Risiko, dass sie damit irgendwo hängenbleibt und sich verletzt, ist groß.

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